{"id":11,"date":"2012-04-11T21:34:19","date_gmt":"2012-04-11T19:34:19","guid":{"rendered":"http:\/\/biblischeauslegung.de\/?page_id=11"},"modified":"2018-05-28T09:06:37","modified_gmt":"2018-05-28T07:06:37","slug":"einfuhrung","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/biblischeauslegung.de\/?page_id=11","title":{"rendered":"Einf\u00fchrung"},"content":{"rendered":"<p>Die Internetplattform zu der bibelwissenschaftlichen Methode &#8220;biblische Auslegung&#8221;, die in anderer Begrifflichkeit auch &#8220;kanonisch-intertextuelle Lekt\u00fcre&#8221; genannt wird, ist noch im Aufbau begriffen. Trotz mittlerweile zahlreicher Beitr\u00e4ge zur Textarbeit und Methodendiskussion (siehe\u00a0<a title=\"Literatur\" href=\"http:\/\/biblischeauslegung.de\/?page_id=2\">Literatur<\/a>) sind sowohl die Bezeichnung als auch die konkrete Auspr\u00e4gung noch im Fluss und in der Diskussion.<\/p>\n<p>Als allgemeine Einf\u00fchrung eignet sich der Artikel &#8220;Schriftauslegung&#8221; von\u00a0<em>C. Dohmen<\/em> und\u00a0<em>G. Steins<\/em> im Lexikon f\u00fcr Theologie und Kirche, der hier in adaptierter Form vorgestellt wird:<\/p>\n<p><em>Lexikon f\u00fcr Theologie und Kirche, 3. Auflage, Band 9 (2000) 253-256<\/em><\/p>\n<p><strong>Schriftauslegung (I. Biblisch-theologisch)<\/strong><\/p>\n<p>1. Wie Exegese, so kann auch der Begriff Schriftauslegung in einem engen und weiten Sinn aufgefasst werden. Schriftauslegung wird oft gleichbedeutend mit Bibelauslegung bzw. Exegese gebraucht, \u00fcbersteigt aber historische und philologische Methoden und integriert sie in die Auslegung der Bibel als Heiliger Schrift. Insofern akzentuiert Schriftauslegung nicht nur die (literar-)historische Seite der Bibel, sondern auch deren theologischen Anspruch, Gottes Wort im Menschenwort zu sein (vgl.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.vatican.va\/roman_curia\/congregations\/cfaith\/pcb_documents\/rc_con_cfaith_doc_19930415_interpretazione_ge.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">P\u00e4pstliche Bibel-Kommission [PBK], Die Interpretation der Bibel in der Kirche<\/a> III. D. 2). Schriftauslegung zielt also auf das Verst\u00e4ndnis der Bibel als Heilige Schrift und damit als Kanon. Drei Aspekte sind wesentlich: a) die literarische Eigenart der Heiligen Schrift in ihrer Entstehung und Gestalt, b) die damit verbundenen Vorgaben f\u00fcr den Umgang mit der Schrift und c) die Funktion der Schrift im ekklesialen Kontext.<\/p>\n<p>2. Gegen\u00fcber einem engen Verst\u00e4ndnis von Kanon, das nur die Auswahl. Anordnung und autoritative Inkraftsetzung einer Liste biblischer B\u00fccher ber\u00fccksichtigt, thematisiert die neuere biblische Hermeneutik (vgl. u.a.\u00a0PBK; Childs; Lohfink; Sch\u00fcrmann) den Kanon als Ausdruck des Glaubensbewusstseins der Glaubensgemeinschaft (synchron und diachron), die auch durch die Heilige Schrift im Dialog mit Gott steht (vgl.\u00a0<a href=\"http:\/\/theol.uibk.ac.at\/itl\/240.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vaticanum II, DV <\/a>8; 21). Die Bindung an die j\u00fcdische bzw. christliche Glaubensgemeinschaft tritt nicht sekund\u00e4r zur Bibel als Heiliger Schrift hinzu (etwa erst mit einem synodalen Kanonentscheid), die biblischen Schriften werden in diesem Sinn nicht erst zum Kanon, sondern sie entstehen als Kanon, und zwar nicht zuletzt durch Schriftauslegung. Sie geh\u00f6rt insofern zum Wesen der Bibel selbst, als der literarische Prozess der produktiven Fortschreibung bzw. Rezeption, der zur Bibel als Heiliger Schrift gef\u00fchrt hat, auf weite Strecken immer auch ein Prozess der Schriftauslegung ist, in dem die Glaubensgemeinschaft ihre Glaubenserfahrungen und ihren Gebrauch der Glaubenszeugnisse in Gottesdienst und Unterweisung festgehalten hat. Schriftauslegung ist das konstitutive Element f\u00fcr die Glaubensgemeinschaft, um ihre Identit\u00e4t immer neu in der Schrift und durch diese zu finden (vgl.\u00a0PBK III. A.3; B.1). In der Schriftauslegung werden die drei Dimensionen, die literarische (als Text), die soziologische (als Text einer Glaubensgemeinschaft) und die theologische (als heiliger Text) der Heiligen Schrift eingeholt. Schriftauslegung nimmt die Besonderheit der Heiligen Schrift vor allem von ihrer literarischen Dimension her auf.<\/p>\n<p>3. Ein erstes literarisches Kennzeichen der Heiligen Schrift ist die Vielheit, Disparatheit, partielle Widerspr\u00fcchlichkeit in der Einheit der Schrift. Historisch deutet sich diese Eigenart schon an im Verst\u00e4ndnis des griechischen Plurals\u00a0\u03c4\u1f70 \u03b2\u03b9\u03b2\u03bb\u03af\u03b1\u00a0(\u201edie B\u00fccher\u201c) als lateinischer Singular\u00a0<em>biblia<\/em> (\u201edas [eine herausragende] Buch\u201c). Die Vielfalt (der B\u00fccher, Gattungen, Themen, Theologien usw.) ist sinnkonstitutiv. Die Pluralit\u00e4t im Nebeneinander des ungleichzeitigen Entstehens l\u00e4sst sich auf der Ebene des Kanons beschreiben als verstetigter Dialog, der allein der Uneinholbarkeit des Inhalts (Gott in seinem Handeln an der Welt in und durch Israel und die Kirche, eschatologisch und protologisch durch, in und mit Jesus Christus) angemessen erscheint. Ein zweites Kennzeichen der Heiligen Schrift ist ihre komplexe Ordnung. Grundlegend besteht sie innerhalb des AT in der differenzierten Zuordnung von Tora (\u201eGesetz\u201c), Propheten und \u201eSchriften\u201c, innerhalb des NT von Evangelien, Apostelgeschichte und Apostelbriefen mit Offb als Abschluss. Gegenw\u00e4rtige Bibelwissenschaft arbeitet v.a. im AT die vielf\u00e4ltigen Beziehungen zwischen den Gro\u00dfteilen und B\u00fcchern der Bibel heraus und sieht dabei deutlicher das je unterschiedliche Gewicht und die hermeneutische Relevanz der auf verschiedenen Ebenen erkennbaren Ordnungen (vgl. z.B. Sheppard; Lohfink). Die von den biblischen Autoren intendierten Beziehungen im komplexen Gro\u00dftext der Schrift werden dabei als im Kanon \u201egeronnener&#8221; Dialog entdeckt und durch so genannte kanonische Schriftauslegung aufgenommen und f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der Texte fruchtbar gemacht, wobei dieses Verfahren in Rezeptions- u. Intertextualit\u00e4tstheorien reflektiert wird. So wird bei aller internen Differenzierung und Pluralit\u00e4t der Aussagen der Kanon als ein einziges Sinngef\u00fcge gesetzt. Die Zusammenfassung der B\u00fccher zu Gro\u00dfkomplexen (\u201eGesetz\u201c, \u201ePropheten\u201c, \u201eEvangelien\u201c; \u201eBriefe\u201c) steuert die Wahrnehmung einzelner Texte und er\u00f6ffnet die M\u00f6glichkeit verschiedener Leseweisen, die sich auch in unterschiedlichen Gruppierungen Ausdruck verschafft haben (vgl. Sheppard): Der hebr\u00e4ische Bibelkanon betont an den Eckpunkten seiner Hauptteile noch die Spitzenstellung der Tora (Pentateuch), w\u00e4hrend die christliche Bibel auch die Tora unter der Perspektive der Prophetie liest. Im NT ist das Gegen\u00fcber von Evangelien (Jesus Christus als einmaliger Bezugspunkt) und Briefen (Vielfalt der gemeindlichen Glaubensgestalten) das wesentliche Strukturprinzip.<\/p>\n<p>\u00dcber diesen Binnendifferenzierungen der Kanonteile steht als drittes Kennzeichen f\u00fcr die christliche Bibel die Zwei-Einheit der Schrift Alten und Neuen Testaments. Diese Gestalt der christlichen Bibel, welche die Einheit des Heilshandelns Gottes und die eschatologische Bedeutung Jesu widerspiegelt, ist nicht ohne das Ph\u00e4nomen der Schriftauslegung zu verstehen, denn zum einen gebraucht die Urkirche die Bibel Israels, um das Christusgeschehen zu verk\u00fcndigen (Jesus als der Christus, der Messias der Bibel Israels), anderseits entsteht in den Schriften, die sp\u00e4ter zum NT werden, eine eigene Form der Schriftauslegung (vgl. H. H\u00fcbner und F. Mu\u00dfner in: Dohmen-S\u00f6ding). Dieses Hauptmerkmal der Schrift konstituiert ein komplexes, unaufhebbar spannungsreiches Neben-, Zu- und Gegeneinander der Kanonteile (vgl.\u00a0PBK III. A.2), das nicht einsinnig beschrieben werden kann und darf. Nach der Kritik der neueren theologischen Diskussion an Bestimmungen des Verh\u00e4ltnisses der beiden Testamente (z.B. Gesetz versus Evangelium; Vorbereitung und \u00dcberbietung; Verhei\u00dfung und Erf\u00fcllung usw.) wird gegenw\u00e4rtig das Verh\u00e4ltnis v.a. als Dialog beschrieben, der in den vielf\u00e4ltigen (auch kontroversen und kritischen) Stimmen die Selbigkeit und Gr\u00f6\u00dfe des g\u00f6ttlichen Handelns in Israel und der Kirche unter eschatologischen Vorzeichen angemessen bezeugt.<\/p>\n<p>4. Eine die formalen und inhaltlichen Spezifika des Kanons zur Geltung bringende Schriftauslegung l\u00e4sst sich nur in spannungsreichen Begriffspaaren beschreiben: Als Erinnerung des Zeugnisses der Schrift ist sie vergangenheits- und gegenwartsbezogen. Schriftauslegung ist als Rezeption produktiv im Sinn einer kontextuellen, je verschiedenen Aktualisierung, l\u00e4sst darin aber das verbindliche Zeugnis der Schrift in ihrer Einheit laut werden. Die Kirche wird immer wieder durch die Zwei-Einheit ihrer Heiligen Schrift daran erinnert, dass das eschatologisch Neue der Erfahrung Jesu Christi nur in der bleibenden Bezogenheit auf Israel aussagbar ist und dass sich ihr die Glaubens-Geschichte Israels im Licht des Christusgeschehens erschlie\u00dft. Als Selbstvollzug der Kirche (\u201eH\u00f6rerin des Wortes\u201c) bleibt Schriftauslegung nicht auf Amtstr\u00e4ger und Fachleute beschr\u00e4nkt, sondern ist eine Aufgabe aller Glaubenden, die darin ihre unterschiedlichen Gaben einbringen (vgl.\u00a0PBK III. B.3). Neben der Schriftauslegung im Schriftgebrauch der Glaubensgemeinschaft (z.B. Liturgie, Predigt, Katechese, geistliche Schriftlesung) erweist sich aus dem Bereich der methodisch orientierten Auslegungsarten die kanonische Schriftauslegung insofern als \u201eschriftgem\u00e4\u00dfe\u201c Schriftauslegung, als sie mit der Endgestalt des Kanons arbeitet.<\/p>\n<p>5. Die neueren Entwicklungen in Hermeneutik und Methodik der Schriftauslegung sind geeignet, eine durch methodische Einseitigkeiten und Ausblendungen theologischer Fragestellungen gef\u00f6rderte Marginalisierung der Heiligen Schrift in der Theologie zu \u00fcberwinden. So kann die Heilige Schrift als die \u201eSeele der Theologie\u201c (dazu Dohmen-Stemberger 175ff.) und des kirchlichen Lebens stets neu zur Geltung kommen (vgl.\u00a0PBK III D.4). Eine Einbeziehung des Kanons als des sachlich (nicht historisch) \u201eersten Kontextes\u201c (Steins) jedes auszulegenden Bibeltextes und die methodische Vorrangigkeit der Rezeptionsperspektive vor der historischen Rekonstruktion er\u00f6ffnet einen neuen Zugang zum Sinn der inspirierten Schrift (PBK II. B.3 greift in dieser Perspektive die abgebrochene \u201eSensus plenior\u201c-Debatte wieder auf) und erm\u00f6glicht, die Bibel als Buch zu lesen und als Glaubenszeugnis zu verstehen, was die beiden S\u00e4ulen der Schriftauslegung ausmacht.<\/p>\n<p><em>Quellen<\/em>:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.vatican.va\/roman_curia\/congregations\/cfaith\/pcb_documents\/rc_con_cfaith_doc_19930415_interpretazione_ge.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">P\u00e4pstliche Bibel-Kommission (PBK): Die Interpretation der Bibel in der Kirche<\/a> (Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls 115), Bonn 1993 (als PDF-Datei bei der\u00a0<a href=\"https:\/\/www.dbk-shop.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutschen Bischofskonferenz<\/a> zu bekommen).<\/p>\n<p><em>Literatur<\/em>: TRE 30, 442-457 (G. Stemberger); 457-471 (D.A. Koch). &#8211; G.T. Sheppard: Canonization: Int 34 (1982) 21-33; J. Roloff: Schriftauslegung als theologische Aufgabe: Die Freude an Gott &#8211; unsere Kraft. FS O.B. Knoch. Stuttgart 1992, 221-227; N. Lohfink: Der wei\u00dfe Fleck in Dei Verbum, Art. 12: TThZ 101 (1992) 20-35; U.H.J. K\u00f6rtner: Der inspirierte Leser. G\u00f6ttingen 1994; C. Dohmen\/Th. S\u00f6ding (Hg.): Eine Bibel &#8211; zwei Testamente. Paderborn 1994; B.S. Childs: Die Theologie der einen Bibel, 2 Bde. Freiburg 1994-96; C. Dohmen-G. Stemberger: Hermeneutik der J\u00fcdischen Bibel und des Alten Testaments. Stuttgart 1996; L. Alonso Sch\u00f6kel: \u2018Dei verbum\u2019 12 in due tappe: Vivens homo 8 (1997) 23-32; B.S. Childs: Toward Recovering Theological Exegesis: Pro ecclesia 6 (1997) 16-26; O. Fuchs, Kriterien gegen den Mi\u00dfbrauch der Bibel: JBTh 12 (1997) 243-274; M. G\u00f6rg: \u2018Menschenwort\u2019 und \u2018Gotteswort\u2019: MThZ 48 (1997) 239-253; E. McKnight: Der hermeneutische Gewinn der neuen literarischen Zug\u00e4nge in der neutestamentlichen Bibelinterpretation: BZ 41 (1997) 161-173; G. Steins (Hg.), Leseordnung. Stuttgart 1997; C. Dohmen: Die Bibel und ihre Auslegung. M\u00fcnchen 1998; H. Sch\u00fcrmann: Wort Gottes und Schriftauslegung. Gesammelte Aufs\u00e4tze zur theologischen Mitte der Exegese, hg. v. K. Backhaus. Paderborn 1998; G. Steins: Die \u2018Bindung Isaaks\u2019 im Kanon. Freiburg 1999.<\/p>\n<p>CHRISTOPH DOHMEN \/ GEORG STEINS<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Internetplattform zu der bibelwissenschaftlichen Methode &#8220;biblische Auslegung&#8221;, die in anderer Begrifflichkeit auch &#8220;kanonisch-intertextuelle Lekt\u00fcre&#8221; genannt wird, ist noch im Aufbau begriffen. 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